Baukultur

Instrumente, Methoden und Verfahren für nachhaltig gestaltete Lebensräume

Wie gelingt Verdichtung nach innen? Was fördert qualitätsvolles Bauen ausserhalb der Bauzone? Und was tun, wenn Sie zwischen Erhalt oder Neubau entscheiden müssen? Im CAS Baukultur schärfen Sie Ihren Blick für die vielfältigen Konflikte, denen unsere Landschaften, Siedlungen und Bauwerke aufgrund des zunehmenden Veränderungsdrucks ausgesetzt sind. Die formellen raumplanerischen Instrumente und Gesetzgebungen führen dabei nicht per se zu einer verträglichen Weiterentwicklung und können kaum auf die unterschiedlichen Gegebenheiten des jeweiligen Kontextes eingehen. Sie lernen deshalb die notwendigen Instrumente, Methoden und Verfahren kennen und anzuwenden, um zu tragfähigen und nachhaltigen Lösungen zu gelangen. Dazu zählen unter anderem partizipative Prozesse, um unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse zu integrieren und abzuwägen.

Kontaktlektionen
128 h
Selbststudium
172 h
Kreditpunkte (ECTS)
10

Spezifische und disziplinäre Betrachtung

Baukultur ist ein Querschnittsthema. Im Kurs lernen Sie, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zu Beginn werden Sie mit den relevanten disziplinären Perspektiven anhand konkreter Fälle aus der Praxis und Forschung vertraut gemacht. Durch diese spezifischen Betrachtungen vertiefen Sie Ihr Verständnis für die diversen Themenbereiche der Baukultur. So erlangen Sie unterschiedliche Zugänge zu einer integralen und interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem Thema Baukultur.

Integrale und interdisziplinäre Betrachtung

Aufbauend auf den disziplinären Betrachtungen und dem spezifischen Wissen einzelner Themenbereiche, führen Sie Ihr erlangtes Wissen an mehreren Stellen im Kurs immer wieder zusammen. Durchgehendes Element bildet dabei Ihre individuelle Studienarbeit. Das Thema für diese Arbeit bringen Sie aus Ihrer eigenen Berufspraxis mit und integrieren es in den Kurs. Zum Beispiel können Sie die Eingliederung von PV-Anlagen im Siedlungsgebiet oder in der freien Landschaft thematisieren oder die Optimierung von Baubewilligungsabläufen anpacken. Ergänzend bearbeiten Sie in der Gruppe ausgewählte baukulturelle Fragestellungen. Dazu gehören beispielsweise Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Bauen ausserhalb der Bauzone oder Konflikte, die sich zwischen dem Schutz bestehender Ortsbilder, der Verdichtung nach innen und dem Wunsch nach qualitätsvollen Freiräumen ergeben.

Kompetenzen

In diesem CAS eignen Sie sich die Kompetenzen an, um bauliche Transformationsprozesse vor dem Hintergrund unterschiedlicher Bedürfnisse und Interessen zielgerichtet und mit Blick auf qualitätsvolle Lebensräume zu initiieren, durchzuführen oder zu begleiten. Konkret lernen Sie:

  • aktuelle Herausforderungen im Umfeld der Baukultur zu benennen und die Wechselwirkung zwischen Nachhaltigkeit und Baukultur zu verstehen.
  • unterschiedliche Anspruchsgruppen zu erkennen und deren Bedürfnisse in partizipative Planungs- und Entwicklungsprozesse einzubeziehen.
  • bezüglich der vielfältigen Interessen und Anforderungen eine sorgfältige und systematische Abwägung vorzunehmen.
  • Grundkenntnisse in Bezug auf die öffentlichen Rahmenbedingungen (Baurecht, raumplanerische und denkmalpflegerische Instrumente und Vorgaben) und die entsprechenden Abläufe und Verfahren.
  • Qualitäten hinsichtlich Ortsbau, Architektur und Landschaftsarchitektur zu erkennen und zu definieren.   
  • unterschiedliche kontextuelle Ausgangslagen zu analysieren und einzuordnen.
  • die eigene Rolle und die der beteiligten Akteure im Zuge der interdisziplinären Zusammenarbeit richtig einzuschätzen.
  • Instrumente, Methoden und Verfahren für eine qualitätsvolle und nachhaltige Gestaltung von Lebensräumen zu entwickeln und anzuwenden.

Zielgruppe

Das vermittelte Wissen erweitert das Tätigkeitspektrum eines Architektur- oder Planungsbüros in der Beratung von Gemeinden und Bauherrschaften, es gibt Mitgliedern politischer Gremien die notwendige Basis für fundierte Entscheide, vertieft das Fachwissen von Bauverwaltungen bezüglich relevanter Prozesse und Verfahren oder schafft die Basis für die Vermittlung einer qualitätsorientierten Baukultur an die Öffentlichkeit.

Unsere Zielgruppen sind Menschen, die tätig sind in:

  • Verwaltung und Politik auf Ebene Gemeinde und Kanton
  • Architektur
  • Landschaftsarchitektur
  • Raumplanung
  • Denkmalpflege
  • Immobilienwirtschaft
  • Nachhaltigkeitsberatung

Lehr- und Lernformen

Referate, Übungen, Exkursionen, Präsentationen, Gruppenarbeiten, Selbststudium

Kompetenznachweis

Selbständig verfasste Studienarbeit

Studiengebühren

Ausnahmeregelung: Bei einer Anmeldung zu diesem CAS via Webseite EN Bau, wird in Abweichung zum Volltarif der Hochschule der Standardtarif* eines Kompetenzmoduls EN Bau in Rechnung gestellt. *siehe Studiengebühren

 

 

Luzern

Frühjahrsmodul 2025  -  Start im Februar 2025 
[ Anmeldeschluss 2 Monate vor Kursstart ]

 

Weiterführende Informationen zum Studium:

Flyer - Stundenplan 2024 als Referenz
Link zur ausführenden Hochschule 
Es gelten die AGB und Reglemente der ausführenden Hochschule.